ANDREA KIESECKER BUCH & KUNST

``Man muss das Leben tanzen``

Das Motto meines Lebens – Tanztheater, Romane, Skulpturen!

Die Begeisterung für modernen Tanz prägte mein Leben die letzten 20 Jahre – als Begleiterin und Tänzerin bei Jazzaret, der Tanzkompanie meiner Tochter Sarah Kiesecker, als Autorin in meinen Romanen und in der Modellierung von Tänzerinnen in meinen Skulpturen aus Ton und Gips.

Die Tänzerinnen verkörpern die Grazie und Schönheit naturbelassen NATURELLE oder werden COLOURED mit einer kreativen Acryllackierung bekleidet.

2018 entstand in einem Storytelling-Workshop die erste Skulptur für den professionellen Einsatz als Persona im Unternehmen. #ANTON steht stellvertretend für Kunden und Anwender und wird in der Kommunikation auf internen Social Media Kanälen kreativ eingesetzt.

Zur BildergalerieAusstellungenEventsLebenslaufContact

TÄNZERINNEN NATURELLE AUS TON

Tänzerinnen

Filigran, grazil, anmutig, mit typischen Gesichtszügen – das macht meine Skulpturen aus Ton und Gips aus.

Lufttrockender Ton lässt sich bis ins kleinste Detail nachbearbeiten, Raku-Glasur auf gebranntem Ton erzielt im 1200 °C heißen Feuer beeindruckende Bronze-Effekte.
——————————

Romane

Der Satz mit den Katzen – ein etwas anderer Roman skizziert den Dschungel des Internet-Datings

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andrea Kiesecker erzählt in „Der Satz mit den Katzen“ Carlas banale, aber äußerst unterhaltsame Geschichte, selbstironisch, witzig und mitreißend.
——————————

Der vorliegende Roman handelt von Menschen aus der Welt der Ich-Werbung und von den Menschen in ihrer Nähe. Carlas Liebe ist dem Tanz gewidmet und sie übersetzt diesen in eine Sprache aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein einprägendes Erlebnis findet in ihrem Leben statt und die Leser erfahren, wie Carla auf recht offensive Weise damit umgeht. Die Geschichte steckt zudem auch voller Humor und Selbstironie. Das Leben der Erzählerin dreht sich rund um den Dschungel der Internet-Dating-Plattformen. Und im Internet kommt man bekannterweise nicht weit, bis man auf die ersten Katzen trifft.

Wer nach einem unterhaltsamen Roman über Kunst, Tanz, Beziehungen und die Verarbeitung von persönlichen Dramen sucht, der ist bei „Der Satz mit den Katzen“ von Andrea Kiesecker an der richtigen Adresse. Die Autorin zieht die Leser sofort in den Bann und das Leben von Carla erscheint mehr real als fiktiv, weil ihr Charakter auf den Buchseiten auf erfrischende Weise zum Leben erweckt wird und Leser in ihren schnell in ihren Bann zieht.

Tanztheater

Modern und Contemporary mit der Tanzkompanie Jazzaret meiner Tochter Sarah Kiesecker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Man muss das Leben tanzen“ „Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern erschaffen zu können.“ (Nietzsche)
——————————

Offensichtlich war der Philosoph Friedrich Nietzsche ein Freund des Tanzes. Man könnte es aber auch ganz frei nach Loriot formulieren:
Ein Leben ohne Tanz ist möglich, aber sinnlos.

BILDERGALERIE

TÄNZERINNEN NATURELLE

„Weißer Ton. Lufthärtender weißer Ton, den ich mit Wasser und meinen Händen vorbereite. Das Gute am Modellieren ist, dass ich alles in der Hand habe und selbst bestimmen kann, was am Ende dabei herauskommt. Ich habe aus ein bisschen Draht die Grundstruktur meiner Figur gebogen, damit der Ton besser hält und nicht von Anfang an so instabil vor sich hin wabert und somit immer gleich wieder seine Form verliert, wenn ich ihn auch nur schräg anschaue. Es ist ein spannender Vorgang, anfangs, wenn nur die Idee vorhanden ist. Ich weiß, ich werde ungeduldig werden …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

… Ich bin vorbereitet. Auf das, was aus dem Ton in meinen Händen werden wird. Ich bin frei in allem. Frei, der Ton wird alles mitmachen, sich von mir formen lassen, sich zu dem machen lassen was ich will. Und er fühlt sich gut an während er sich durch meine Hände erwärmt. Ich umschließe das Strichmännchen aus Draht mit Ton und stecke es in den Ofen. Während es vor sich hin trocknet habe ich Zeit. Zeit, um neues Wasser zu holen, warmes Wasser, meine Werkzeuge vorzubereiten und in meinem Körper nachzufühlen, ob die zuvor erdachte Position möglich ist. Ich mache Tänzerinnen. Kleine nackte Tänzerinnen … “ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

TÄNZERINNEN COLOURED

… Das Gesicht. Soll sie lächeln? Dramatisch bedeutungsschwanger schauen oder eher fordernd. Ich fange mit der Kugel an. Aus dieser wird ein Ei, dann die Linien Nase, Augenbrauen ein- und ausdrücken. Immer mit wenig Wasser damit das Gesicht nicht zu Brei wird. Die Augenhöhlen, und Nasenlöcher aussparen und das spitze Messer für den Mund saubermachen. Ein tiefer Schnitt unterhalb der Nase mit der spitzen Seite des Messers die Lippen vorsehen und nach oben und unten wölben. Die Linie zwischen Nasenflügel und Mundwinkel vorsichtig mit der Daumenseite beider Daumen an beiden Seiten des Gesichts gleichmäßig nach Außen ziehen. Die Stirn. Die Stirn wird meist zu klein kurz und immer irgendwie unförmig. Die Stirn ist wichtig. Wenn man sich ein Gesicht genau anschaut kann man erkennen, dass die Stirn fast immer mindestens ein Drittel oder fast die Hälfte des Gesichts ausmacht. Ist die Fläche der Stirn zu klein bekommt das Gesicht einen debilen Ausdruck. Also, Ton drauf auf die Stirn. Aber nicht zu viel. Drauf geht leichter als wieder ab…“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

… Ich möchte ein ausdrucksstarkes Gesicht, also muss der Kieferknochen raus. Eine glatte Fläche bis zu den Wangenknochen. Die Augen. Zwei winziges Kügelchen formen, ein winziges bisschen Wasser und dann vorsichtig in die Augenhöhlen setzen. Ich muss aufpassen, dass die Augen nicht pausenlos weghüpfen vom Gesicht und verschwinden. Dann muss ich noch mal welche machen. Ganz behutsam die Lider formen. Sie müssen an beiden annähernd gleich sein, aber nicht ganz. Sonst wirkt das Gesicht maskenhaft. Die Oberlider größer, die Unterlider kleiner und weiter innen in den Augenhöhlen. Ganz zart darf ich nur drücken, sonst ist alles platt und ich brauche wieder zwei Augen. Das Gesicht erfordert höchste Konzentration …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

… Das Montieren des Kopfes auf das Strichmännchen erfordert noch mal alles. Es kann passieren, dass als Ergebnis der Kopf, die Haltung und der Gesichtsausdruck nicht zusammenpassen. Ein frustrierender Augenblick. Allerdings kommt er selten vor. In schlimmen Fällen baumelt der Kopf wie ein erschlaffter Penis am Strichmännchen. Das ist auch nicht wirklich befriedigend. Ich habe es geschafft. Der Kopf ist dran und im Backofen. Jetzt komme der wunderbare Teil. Das was so unendlich viel Spaß macht, Raum gibt, die Hände beschäftigt und den Kopf freimacht. Ich warte noch ein bisschen. Dann darf sie raus, die zukünftige Tänzerin. Raus aus dem Backofen, damit sie leben kann und ich denken. Ich fange am Rumpf mit vielen Tonwürsten die ich um ihren gesamten Oberkörper wickle an. Jetzt ist sie kein Strichmännchen mehr. Ich streiche die an Autoreifen erinnernden Ringe um sie glatt. Zusammen mit Wasser ist das eine sinnliche Erfahrung. Zu erleben wie aus einem unförmigen Etwas die Konturen eines Menschen entstehen. Die Oberfläche fühlt sich zart an und eben, eine homogene Struktur, die in Verbindung mit Wasser an Haut erinnert …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

…Die größte Herausforderung. Die sind so klein, filigran, dass mir manchmal die Lust vergeht …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

DIE ANDEREN

… Der Busen fordert meine Aufmerksamkeit. Die Senke zwischen den Brüsten muss gestaltet werden. Sie ist ein bisschen tiefer als die Rippen und endet im Brustansatz der dann flach in die Kuhle am Schlüsselbein übergeht. Das Schlüsselbein als ein Bogen definieren, der an der Schulter endet mit einem Übergang zum schlanken Hals. Ihr Hals ist noch zu dünn. Mit mehr Ton und Wasser forme ich den Hals bis zu den Kieferknochen. Noch immer liegt sie in meiner Handfläche, ich löse Finger und Daumen, spüre ihr Gewicht, halte sie nur durch das Wölben meiner Hand und betrachte sie von allen Seiten. So! Und jetzt lebt sie! Für mich. Ich drehe und wende sie in alle Richtungen. Schaue sie an und sie erzählt mir ihre Geschichten. Wie es war im Backofen, wie scheiße das Training war, dass sie noch keine Füße und Hände hat, wie blöd der Choreograph doch ist, und dumm die Story, dass sie auf der Bühne jede Bewegung genießt und dass sie nicht weiß wie sie das machen soll mit den Männern die immer eifersüchtig sind, weil sie ihren Körper präsentiert. Sie sagt mir, dass sie ihr rechtes Bein gerne anders hätte und die Hände so aussehen müssen als würden sie schweben. Ich halte sie vor mir und verspreche ihr alles. Alles was sie will …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

… Aber zuerst muss ihre Nase korrigiert werden. Die ist definitiv zu lang. Ich mache immer zu lange Nasen und ich weiß das. Allein es nutzt nichts. Dieses Wissen. Obwohl ich die Tendenz kenne werden sie zu lang. Was ein Problem ist. Zu lange Nasen verlängern den Abstand zwischen Mund und Augen. Ist die Nase zu lang ist der Abstand zu groß und kaum zu korrigieren. Ich versuche es. Ziehe die Augen ein Stück nach unten mit samt den Wangenknochen indem ich die Lider größer und den Augenabstand zueinander breiter mache und die Augenbrauen verschiebe. Während ich sie wieder in den Ofen abschiebe überlege ich die Hände zu machen. Ich habe keine Lust dazu. Ich würde jede vormodellierte Hand akzeptieren denke ich mir, nur um diese winzigen Fingerchen nicht machen zu müssen, die permanent abfallen, nicht halten wollen oder zerbrechen. Man muss sie in den Zwischenräumen miteinander verbinden. Dann halten sie besser. Eine halbfertige Hand liegt auf meinem Zeigefinger. Ich fasse sie vorsichtig, definiere die Häutchen zwischen den Fingern und endlich! Sie sind fertig. Die Hände. Die Füße sind einfacher, weil ich die Zehen nicht einzeln bearbeiten muss. Sie werden als Ganzes erstellt und später werden die Zwischenräume ausgekratzt und mit Sandpapier herausgearbeitet. Ich hole sie …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

… Ich halte sie wieder in der Handfläche. Schaue sie lange nur an. Nehme das vorbereitete Sandpapier und fange an. Meist ist es die Stirn die ich zuerst bearbeite, um ein Gefühl für den Abrieb zu bekommen. Ich falte das Sandpapier damit ich viele Ecken habe um den nötigen Druck ausüben zu können und um die filigranen Stellen zu erreichen. Später ist der Rücken dran. Das ist toll. Das Stück Sandpapier ist größer. Immer wieder fahre ich mit einem feuchten Lappen über ihren Rücken um die Schleifreste zu entfernen und die winzig kleinen Unebenheiten auszugleichen durch den wieder geschmeidig werdenden Ton. Ihr Rücken ist glatt. Und wenn ich darüber streiche … ich kann das nicht oft genug tun. Es fühlt sich unglaublich an. Zart, glatt und eben. Das selbe mache ich mit ihrem Bauch und ihren Brüsten. Sie hat noch keine Brustwarzen und die Muskeln an den Beininnenseiten fehlen noch. Da sind die Beine zu dünn. Also Sandpapier weg und ran an den Ton. Die Tänzerin braucht das … Ich habe die Haare vergessen und die Ohren. Och nö. Mist. Am besten sie hat lange Haare, die die Ohren verdecken. Dann braucht sie keine. Langes Haar mache ich, indem kleine dünne Würstchen an ihrem Kopf befestige und sie mit ein wenig Wasser verbinde und anschließend mit dem Skalpell die Struktur herausarbeite, einzelne Strähnen ganz fein kratze. Mit leichtem Schwung und eine Strähne darf über ihr Gesicht. Und dann ist sie fertig. Sie hat schöne Beine, strahlt Zufriedenheit aus in dem was sie tut. Sie ist in Bewegung und ihre Haare wehen. Sie lebt für mich und ihre Oberfläche ist glatt. So glatt und sanft glänzend. Ich bin schmutzig danach. Meine Hände sind mit weißen Ton überzogen, den ich nach und nach ablöse. Dabei fällt immer der ein oder andere Krümel auf den Boden. Nach dieser Aktion ist der Fußboden mit kleinen weißen Punkten überzogen. Meine Kleidung hat überall weiße unregelmäßige Flecken, der Backofen und das Spülbecken wurden auch nicht vernachlässigt. Überall ist es weiß. Und ich genieße das. Ich bin gerne schmutzig weiß nach dem Modellieren. Es fühlt sich gut an. Ich habe ja schließlich etwas gemacht. Etwas geschaffen …“ aus „Der Satz mit den Katzen“, Roman, Tredition Verlag (2017)

#ANTON

„Heute ist mein Tag. Heute geht es darum mich zu positionieren. Heute werde ich meinen Platz finden. Heute werden sich alle Menschen hier im Raum um mich kümmern. Heute. Heute werde ich wichtig sein. Ich habe mich lange auf diesen Tag gefreut. Ich bin eine Persona, die mit ganz viel Aufwand erschaffen wurde. Ich wurde erfunden. Ich habe Gestalt angenommen und ich habe ein paar Menschen, die mich kennen. Ich habe es geschafft durch ein paar andere Menschen ein klein bisschen präsent zu sein. Ich habe eine Basis mit der man etwas tun könnte. Heute werden sie sich um mich kümmern. Heute. Es sind viele Menschen im Raum. Aber nicht so viele, dass ein Gespräch nicht mehr möglich wäre. Nicht so viele, dass es zu viele sind. Sie könnten mich entwerfen und an mir arbeiten. Das wird mir gefallen. Ich weiß das. Karl-Heinz eröffnet den Austausch. Er ist der Organisator der Veranstaltung. Da muss er das machen. Das ist die Regel. Karl-Heinz macht das gut. Er erklärt, dass wir uns wegen mir getroffen haben. Er erklärt, dass er sich viel von den Ideen und Vorschlägen und Gedanken verspricht. Von den Vorbereitungen der anderen Teilnehmer. Das mache ich auch. Ich bin gespannt. Ich bin Anton. Und ich und meine Mission werden heute Thema sein.“

AUSSTELLUNGEN

Durlach-Art – Kunst in Durlach September 2019 

Fotos: Karin Giraud

„Veränderung“ Juli 2019 – Ausstellung der Fachklassen Malerei und Skulptur der Muks Bruchsal

Fotos: Harald Eichsteller

Vorschau/Events

26.11. „tanzerinnenskulpturen“ 

Mein erster Katalog präsentiert wundervolle Fotos meiner Tänzerinnen von Michaela Huss, Tom Naumann, Ullrich Exner und Harald Eichsteller

6.12. #ANTON – eine Geschichte aus der IT 

Vortrag im Metropol über Storytelling im Unternehmen im Rahmen des Storytelling Camp der Hochschulde der Medien (HdM Stuttgart), des Filmbüros Baden-Württemberg und des Instituts für angewandte Narrationsforschung (IANA).

23.1. talks.medienmaster.de ‚Digitalismus‘

Vernissage an der HdM Stuttgart zur Lesung aus ‚Digitalismus‘ von/mit Daniel Rebhorn und Prof. Harald Eichsteller ‚Fit für die Geschäftsführung im digitalen Zeitalter‘ . Anschießende Diskussion / Moderatorin Rebecca Beiter

Interessiert an meinen Skulpturen?

ANDREA KIESECKER

Tänzerin, Autorin, Künstlerin

InstagramYouTube

SCHENK UNS EINE ZEILE

Ich freue mich über Kommentare und Nachrichten

Abschicken